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Aug 05 2014

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Was passiert eigentlich…

… wenn ich den 230 Volt Ausgang eines Sinus-Wechselrichter
mit einer Steckdose verbinde die noch am normalem Stromnetz „hängt“ ?
Knallt es mächtig, resp. sprechen die elektr. Sicherungen des Wechselrichters an ?
Oder speise ich dann 230 V ins Stromnetz ein, und, sofern ich einen alten Zähler habe,
läuft mein Stromzähler rückwärts ?
Oder… passiert nichts ?

Peter Kastl gibt uns die Antwort darauf:

Vergiss es lieber.
Dein WR bringt irgendetwas so um die 230V AC mit ungefähr 50 Hz. Er ist nicht synchronisiert mit der Netzspannung. Wenn nun z.B. dein WR die positive Halbwelle erzeugt, genau in dem Moment, in den die Netzspannung die negative bringt, hast du einen Kurzschluss an einer Spannungsquelle von +230V x  Wurzel 2 (Spitzenspannung) zu -230V x  Wurzel 2 (Spitzenspannung) = 650V.
Der WR verabschiedet sich für immer und evtl. hast du noch einen Schaden an der Hausverkabelung.
Hierfür gibt es extra Einspeise-WR.
Die haben im Wesentlichen 2 Effekte:
– synchronisation auf Netzspannung (gleiche Phasenlage)
– Erhöhung der WR-Ausgangsspannung, so dass sie geringfügig höher als die Netzspannung ist.
Dadurch, dass die WR-Ausgangsspannung höher ist, kommt dann erst ein Stromfluss über die Netzimpedanz zusammen.
Wenn du das so machst und in deinem Hausnetz weniger verbrauchst als der WR erzeugt und du noch einen alten Zähler hast (ohne Rücklaufsperre), dann dreht der Zähler tatsächlich rückwärts.
Danke Peter für deine Erklärung.
Die Sonne scheint für uns
Thomas Zimmer

Dieser Beitrag wurde mit solarem 12 Volt Gleichstrom erzeugt

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