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Akt. 12 V Gleichstromanlage

Endstand: September 2015

Das Gleichstromsystem im Projekthaus verändert sich ständig, ich teste bestimmte Produkte
über Monate hinweg und verwerfe sie dann wieder, oder es findet sich etwas tolles und wird mit aufgenommen.
Ich werde diese Seite immer wieder updaten, also.. öfters mal reinschauen !

Photovoltaik

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Die 10 monokristalinen Offgrid-Module (19 Volt Typen) á 100 Watt geben bei wolkenlosen Himmel,
von Mai bis Oktober, maximal eine Leistung von ca. 45-55 Ampere ab.
Diese Module sind asiatischer Herkunft und waren 2 Jahre auf dem Dach montiert. Da ich durch
30 Meter Bäume umliegender Grundstücke viel Abschattungen habe, lohnte sich die Umsetzung
auf den Erdboden da ich dort ca. 3 Stunden länger direkten Sonnenschein habe,
und besonders im energiearmen Winter viel mehr Ertrag habe.
Ich habe mich für einen Winkel von ca. 35° entschieden da ich so im Winter die Abstrahlungsenergie
des bedeckten Himmels nutzen kann. Da wir im Herbst/Winter überwiegend Hochnebel haben lohnt kein
steiler Winkel direkt auf die tief stehende Sonne, da sie sich sich die bei uns in der Zeit nur selten blicken läßt.
Die Kupferleitungen von den Modulen zu den Ladereglern bestehen aus 10 Meter 16 qmm und 15 Meter 25 qmm.
Vier Module sind an einem Laderegler angeschlossen, die anderen sechs am anderen Laderegler.

Die Lasttrenner

Das obere Gehäuse enthält 10 x B16 Sicherungsautomaten die als Lasttrennschalter für
das normale 12 Volt Hausleitungsnetz verwendet werden.Somit kann ich, ohne die AGU Sicherungen
demontieren zu müssen, die Stromkreise bequem unterbrechen.
Das Gehäuse darunter enthält 6 x 63A Lasttrenner die als Lastabwurf für die PV-Module fungieren.
Das bedeutet, ich kann damit den Strom der Photovoltaikmodule unterbrechen,
um an der Anlage arbeiten zu können.4 der PV-Lastabwürfe sind noch unbenutzt und kommen erst
bei der Erweiterung mit weiteren PV-Modulen zum Einsatz.

Oben Lastwürfe Hausstrom, unten PV-Module

Oben Lasttrenner für den Hausstrom,unten für die PV-Module

Die Ladesteuerung

Die Laderegler Steca Tarom 4545 sind 2013 auf den  Markt gekommen und stellen für mich die
Nachfolger des PR 3030 dar, die ich viele Jahre verwendet habe.
Nicht nur das die Regler nun mit 45 Ampere leistungsfähiger sind, sie lassen sich auch
viel umfangreicher konfigurieren und haben ein beleuchtetes Display mit vielen Informationen.
Leider können die Laderegler untereinander noch nicht kommunizieren, dies wird erst
nach einem Firmwareupdate möglich sein. Ich verwende zur Zeit nur zwei Laderegler
und nutze auch nicht mehr deren Lastausgänge, da es durch die fehlende Kommunikation
der Laderegler immer wieder zu problemen kam.
Alles ist hier mit 16 mm² und 25 mm² Leitungen verbunden.
Da meine Akkubank draussen steht habe ich externe Temperatursensoren zwischen die
Zellen der Akkubank geschoben und diese an die Laderegler angeschlossen.

Steca Tarom 4545

Steca Tarom 4545

Die Energiespeicher

12 Volt, 1250 Ah

12 Volt, 1250 Ah

Diese 2 Volt Blei-Traktionszellen werden vornehmlich in Gabelstablern oder anderen Hubgeräten benutzt.
Die Zellen haben ein flüssiges Elektrolyt und man sollte auf gute Belüftung und
den Umgang mit Säuren achten. Regelmäßig sollte man den Säurestand prüfen (Sichtprüfung)
und evt. destilliertes Wasser nachfüllen, wie damals bei den Akkus im Kfz.
Verbunden ist die Akkubank mit den Ladereglern über 50 qmm Kupferleitungen.
In der Zeit von März – Oktober steht die Akkubank draussen im Trog.
Für den Winter 2015/2016 plane ich die Akkubank draussen zu lassen.

Die Stromleitungen

Ich verwende im Haus alle 3×1,5 qmm Kupferleitungen die vorher für das 230 V Netz verwendet wurden.
Diese Leitungen sind natürlich nicht hoch belastbar, aber das ist auch gar nicht notwendig.
Ich kann in diesem Haus die ehemaligen 230 Volt Leitungen mit max. 8 Ampere belasten.
Das reicht für alle Geräte locker aus. Es gilt eben Geräte zu nutzen die wenig Energie benötigen !
In die Küche und in das Badezimmer führt jeweils eine separate Leitung,
bestehend aus 2x 10 qmm Kupfer; die mit max. 45 Ampere belastet werden.
Ebenso für die Aussensteckdose und für den Schnittrechner nutze ich eine
10 qmm Leitung, da dort hohe Ströme zu erwarten sind.

Die Absicherung

2x 30 A, 2x 60 A, Mini ANL

2x 30 Ampere, 2x 60 Ampere, Mini ANL

Die vier 6 qmm Leitungen für die Küche, das Bad, die Aussensteckdose
und den Schnittrechner werden über je eine Mini-ANL abgesichert.

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2x 100 Ampere, 2x 200 Ampere ANL Sicherungen

Die Ladeströme der Taroms wird über 2 ANL Sicherungen,
dieser Sicherungshalterung, in die Akkubank geleitet.
Über eine der anderen beiden Sicherungen wird der Winter-Ladestrom
vom 230 Volt Ladegerät in die Akkubank gespeist, und die Letzte
ist die Vorsichering für die Hausabsicherung und den mittleren Hochstrom.

Zwölf 10 Ampere AGU Glassicherungen sichern das normale 12 Volt Stromnetz im Haus ab.

Zwölf 10 Ampere AGU Glassicherungen sichern das normale 12 Volt Stromnetz im Haus ab.

Für das Hausstromnetz mit den 3x 1,5 qmm Leitungen
kommen zwölf 10 Ampere AGU Glassicherungen zum Einsatz.
Diese Absicherung ist vollkommen ausreichend und sicher.

Die Steckdosen

Verpolungssichere BS 1363 Steckdose mit Kindersicherung

Verpolungssichere BS 1363 Steckdose mit Kindersicherung

Im Haus sind 22 dieser Steckdosen verbaut und am 12 Volt Gleichstromnetz angeschlossen.
Sie werden mit max. 8 Ampere belastet und sind mit 10 Ampere AGU Sicherungen abgesichert.
Ich verwende für alle Steckdosen die originalen 3×1,5 qmm Leitungen die vorher
für die 230 Volt zuständig waren. ! Es sind keine dickeren Leitungen notwendig,
wenn Du Verbraucher in deinem Haus nutzt, die wenig Energie benötigen.
Die von mir genutzten BS 1363 Steckdosen haben eine Kindersicherung und wirken,
im Vergleich zu den Schukosteckdosen, im Aufbau robuster.

Einzig für die Küche und das Badezimmer ist je eine dickere Leitung (10 qmm) nötig,
die mit maximal 45 Ampere belastet werden um Wasser zu erhitzen.

In der Küche befinden sich zwei Aufputzsteckdosen für den mittleren Hochstrombereich (je bis 20 A).
Dort kann man zum Beispiel die Wasserkocher oder Tauchsieder betreiben.

Der rechten sieht man schon die verschiedenen Tests an

Der rechten sieht man schon die verschiedenen Tests an

Die Innenbeleuchtung

Gesamte Innenbeleuchtung von der Fa. Frensch.de

Die gesamte Innenbeleuchtung habe ich mit Leuchten von der Fa. Frensch.de realisiert

Alle Räume werden komplett mit 12 Volt Led-Leuchten der Firma Frensch beleuchtet.
Diese werden ganz normal mit den vorhandenen Lichtschaltern ein und ausgeschaltet
und geben ein tolles, warmweisses, Licht ab.
Einschalten und sofort ist die volle Lichtleistung da, keine Aufwärmzeit etc.
Die Leuchten haben einen breiten Spannungsbereich von 11-30 Volt und
geben Spannungsschwankungen kaum sichtbar wieder.
Meiner Meinung nach zur Zeit die besten Niedervolt-Led-Wohnraumleuchten am Markt.
Weiteres Infos zu diesen Leuchten gibt es hier

Der Aussenbereich

Steckdosen

Es gibt nur eine Aussensteckdose. Sie ist mit einer Abdeckung versehen und wird von
mir für eine Belastung von bis zu 45 Ampere geplant. Diese CEE Steckdose ist ursprünglich für den
400 Volt Bereich gedacht und wurde von mir schon erfolgreich dauerhaft mit 100 Ampere belastet.
Ich habe ein Verlängerungs/Adapter Kabel gebaut um draussen auch einen BS 1363 Anschluss
nutzen zu können. Wie sich mit der Zeit herausstellte, benötigen wir draussen keine weiteren
Aussensteckdosen bis auf diese Einzige.

 Die Aussenbeleuchtung

Wie schon für den Innnenbereich, habe ich ausschließlich Leuchten der
Firma Frensch verwendet. Im Carport, Holzunterstand, alle Gerätehäuser sowie
Gartenhäuschen sind mit den extrem robusten LED-Leuchten ausgestattet.
Wie man in diesem Test sehen kann funktionieren die Leuchten sogar im
Wasser sowie eingefroren in Eis. Ich habe bisher keinerlei Ausfälle bei diesen
Leuchten und bin sehr zufrieden mit ihnen.

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