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Fragen & Antworten

Eure Fragen – meine Antworten

Warum ein Gleichstromhaus ?

Die wirklich sinnvollste Art Energie zu erzeugen, passiert mit
Photovoltaikmodulen. Sie sind recht einfach und ohne große CO² Emissionen
zu produzieren, benötigen kaum Wartung und halten Jahrzehnte.
Ein Photovoltaikmodul produziert Gleichstrom und heutzutage verbrauchen viele
Geräte Gleichstrom, also.. warum erst den Gleichstrom vom Photovoltaikmodul in
Wechselstrom wandeln um ihn dann im Gerät wieder in Gleichstrom zu wandeln ?
Das bringt nur sehr große Umwandlungsverluste. Ausserdem läßt sich in Akkus nur Gleichstrom speichern,
den man zur Überbrückung der Nacht oder bei wenig Sonne benötigt. Übrigens, Elektrosmog,
wie er von 230 Volt Wechselstrom erzeugt wird, gibt es bei 12 Volt Gleichstrom nicht !

Und warum gerade 12 Volt ?

Mir ist durchaus bewusst das man bei so geringer Spannung für hohe Ströme,
die bei einem Backofen, Warmwasser etc. zustande kommen, etwas dickere Kabel benötigt werden.
Und diese hohen Ströme müssen ja auch gehändelt werden (Stecker etc.)
Aber, 12 Volt DC ist die Stromart, die auf diesem Planeten überall zu finden ist,
nämlich im Kfz. Das heisst, wenn ein Produkt für 12 Volt existiert, dann kann jeder
Wohnmobilnutzer, jeder KFZ-Nutzer dieses Produkt nutzen, egal wo er auf diesem Planten lebt.
Und, man denke an die Menschen in technisch unterentwickelten Regionen, die noch nicht an ein Stromnetz angeschlossen sind. Viele haben zwar Photovoltaikmodule, benötigen aber dazu noch teure und komplizierte Wechselrichter um ihre 230 V Geräte nutzen zu können. Gäbe es genügend Geräte für 12 Volt,
wäre die Nutzung des Sonnenstroms viel einfacher und unkomplizierter.

Ist solch ein Umbau finanziell lohnend ?

Wenn es erst einmal Geräte für 12 Volt gibt, die einen ganzen Haushalt abdecken,
dann wird man nie wieder Strom kaufen müssen. Man benötigt keine teure
Technik (Wechselrichter) sondern investiert für Akkus und Module in die Zukunft.
Wenn man dann auch noch eine E-Mobilität hinzurechnet,
muss man auch keinen Kraftstoff mehr kaufen.
Am Ende des Projekts werde ich euch vorrechnen können
was es kosten wird solch einen Umbau zu machen.
Doch, muss sich immer alles lohnen ?
Muss alles immer gewinnbringend sein ?
Reicht es nicht das es gesünder und umweltverträglicher ist ?

Es gibt doch schon Passivhäuser !?!

Ja, das stimmt. Aber dieses Projekt möchte kein Passivhaus zum Ziel haben.
Passivhäuser werden mit 230 Volt Wechselstrom betrieben, wie jedes andere
Haus auch. Es ist nur extrem gut gedämmt und nutzt seine Wärmeenergie sehr gut.
Eine gute Erklärung ist bei Wikipedia zu finden

Wäre es nicht besser den Strom einzuspeisen ?

Wenn ich meinen solaren Gleichstrom einspeisen würde, müsste der erst einmal
in Wechselstrom gewandelt werden (Verluste), beim Transport des Stroms durch die Leitungen
geht wieder einiges an Energie verloren. Ich habe lesen dürfen das dies im Schnitt 13 % sind !
Und wenn ich auch wieder Energie durch das Netz beziehen würde, dann würden im Netz auch wieder
Verluste entstehen. Außerdem möchte ich möglichst keine Stromzähler mehr im Haus haben, möchte nicht
irgendeine Netzgebühr/Zählergebühr und Stromsteuer zahlen müssen.
Ich denke, das Sinnvollste ist, den vor Ort produzierten Strom auch gleich vor Ort zu nutzen.

Es gibt doch schon Wochenendhäuser die 12 Volt nutzen ?!

Ja, das stimmt. Es gibt Gartenlauben, Wochenendhäuser, Wohnmobile und Yachten
die oft mit 12 Volt versorgt werden. Doch wenn es darum geht zu kochen (Herd),
einen Kuchen zu backen (Mixer, Backofen) Wäsche zu waschen und noch vieles mehr,
dann wird eben doch ein Wechselrichter benötigt. Es gibt, meines Wissens
kein reines 12 Volt Gleichstromhaus das alles mit 12 Volt Gleichstrom betreibt.

Warum soll es möglichst einfach sein ?

Ich möchte das solch ein Umbau nachvollziehbar ist, auch von jemanden
der nur wenig Ahnung von Physik hat. Ich möchte auch, das man sich nicht
in irre Unkosten stürzen muss um zumindest ein kleines Gleichstromnetz
aufzubauen. Ich bekomme immer wieder Emails das es doch dies oder das
tolle Produkt gibt, aber das kostet dann auch locker mal 1000.- Euro
und wenn es etwas gibt das für 50.- Euro schon den gleichen Zweck erfüllt,
warum nicht ?

Ist es unbedingt nötig <Made in Germany> zu wählen ?

Nein, nötig ist das nicht.
Ich möchte aber möglichst Geräte von deutschen Firmen zum Umbau nutzen, da sie eine
gewisse Qualität haben und nicht erst 2x um den Globus geschifft werden mussten.
In meinen 3 Monaten Vorbereitungszeit zu diesem Projekt, waren viele
Firmen begeistert und wollten gern mitwirken.
Viele dieser Firmen werben damit das sie für den Standort Deutschland sind
und Ihnen der Umweltschutz sehr wichtig ist. Sie werben mit Nachhaltigkeit und
das ihr Unternehmen „Green“ sei. Leider habe ich die Erfahrung machen dürfen das
oft die Führungsebene dieser Unternehmen extrem arrogant daher kommt,
und man sich nun doch nicht beteiligen wolle.
Auch nicht mit einem Produktmuster für 50.- €.
Die Gewinne dieser Unternehmen lagen meißt 2012 im zweistelligen Mio Bereich.
Ich hoffe >Made in Germany< ist am Ende nicht nur dieses Projekt !

Wer finanziert das Alles ?

3 Monate vor dem Beginn des Projekts habe ich meine Fühler bei renommierten deutschen Unternehmen ausgestreckt. Viele waren begeistert und sahen kein
Problem darin dieses auch zu unterstützen, ich wollte im Gegenzug auch gern
für das Engagement dieser Unternehmen und deren Produkte werben.
Einige Monate später, nach Projektstart, sah das Alles dann ganz anders aus.
Ich habe bisher die meiste Zeit damit verbracht, zu versuchen,
Produktmuster zu erhalten oder etwas finanzielle Zuwendungen zu erhalten.
Monate habe ich bisher damit verbracht, leider sieht man nirgendwo
das Potential das in diesem Projekt steckt, ein neuer Markt !

Somit habe ich bisher alles aus eigener Tasche finanziert.

Ist das überhaupt erlaubt ?

Bei 230 Volt Wechselstrom dürfte man, so habe ich von einem Elektriker gehört,
laut VDE nicht mal eine Glühbirne wechseln,
mal ganz zu schweigen von Arbeiten am Sicherungskasten.
Dies sollte man besser einem Fachmann überlassen.
Doch mir ist keine Gesetzgebung bekannt die es mir verbietet das ich mir
12 Volt Gleichstromkabel im Eigenheim verlege und nutze.
Selbst in einer Mietwohnung sollte das möglich sein,
sofern man nicht direkt in das Wohnungsstromnetz eingreift.
Die VDE bezieht sich bei den entsprechenden Spannungen immer
nur auf KFZ und Boote oder eben viiiel höhere DC Spannungen.

Falls ich hier aber falsch liege und es eine entsprechende Verordnung gibt,
die sich explizit auf 12 Volt DC und Eigenheim bezieht möge er mir das mitteilen.

Nun habe ich euch die häufigsten Fragen, die mir per Email gestellt werden,
beantwortet. Sicherlich gibt es in der Zukunft noch weitere Fragen,
dann werde ich das hier einfach noch weiter ergänzen.

Die Sonne scheint für uns

Thomas Zimmer

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