Schlagwort-Archiv: Wissenswert

Feb 25 2014

Gespräch mit Steca

Nun habe ich ein paar Infos von einem Support Mitarbeiter bei Steca bekommen,
die es mir ermöglichen die Zeitspanne für das Ausgleichsladen zu verändern.
Der Laderegler summiert nämlich die Zeitspanne auf den ganzen Tag zusammen,
und wenn die dann nicht erreicht wurde, durch Wolken, hohe Stromentnahme aus den
Akkus und dem daraus resultierenden Spannungsabfall, dann dauert es natürlich
bis die Akkus wieder auf dem Spannungsniveau der Ausgleichladung sind.
Etwas unverständlich ?
Okay, nehmen wir an die Ausgleichladungs-Entspannung ist auf 15,0 Volt
eingestellt (Ori-Einstellung für flüssiges Elektrolyt), dann wird der Laderegler
so lange die volle Power in die Akkus schieben bei die Akkus 240 Minuten lang
diese Spannung hatten, danach schaltet der Laderegler in den Erhaltungsmodus
und regelt die Leistung von den PV Modulen herunter weil die Akkus voll sind.
Das hat bei mir aber nicht geklappt, da die Akkus auch am Tage belastet wurden,
(wenn die Leistung nur durch die PV nicht ausreicht) und ich hier noch Abschattungen habe,
aufgrund der Bäume von Nachbarn.

Im Gespräch habe ich erfahren das man den Zeitraum für die Ausgleichsladung
verändern kann. AHA… das habe ich aber bisher nicht gefunden !
Erklärung: Diese Einstellung findet man im Expertenmodus.
Tja, da komme ich aber nicht rein, Passwort !
Erklärung: Das Passwort steht im Handbuch.
Nein, bei mir nicht.
Erklärung: Es steht nur in der PDF Version welche auf der Seite des Ladereglers,
bei Steca zum download bereit gestellt ist.

Nun habe ich den Zeitraum von 240 Minuten auf 60 Minuten geändert,
die Ausgleichsladungs-Endspannung auf 14,8 Volt gesetzt und 1 Stunde später
haben die Laderegler umgeschaltet.

Ich denke das ist jetzt eine gesunde Einstellung für meine Akkubank.
Ach ja, wer sich das Suchen des Passwortes sparen möchte, es lautet:
17038

Die Sonne scheint für uns

Thomas Zimmer

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Jan 07 2014

Erklärung von Steca zum pulsen

Ein Mitarbeiter von Steca hat mir heute ausführlich in einer Email
erklärt wie es zu dem kurzen Pulsen des Lastausgangs, das ich hier beschrieben habe, kommt.
Hier nun die ungekürzte Erklärung:

Der Effekt den Sie beobachten ist bei allen PWM Ladereglern prinzipbedingt vorhanden. Per Definition kann ein PWM Laderegler nur entweder die ganze PV Energie an den Akku geben oder nichts. Je nach PWM Reglertyp (also Serien- oder Shuntregler) wird in der Zeit wo keine Energie in den Akku fließt entweder das PV Modul in den Leerlauf gebracht (also der Stromkreis geöffnet, so der Fall im Serienregler) oder kurz geschlossen (beim Shunt-/Hybridregler). All unsere Laderegler mit Display (also auch der Tarom 4545), und somit die hochwertigsten Laderegler, schließen das Modul Kurz wenn nicht geladen wird. Das passiert aus drei möglichen Gründen:

1. Die Nacht wird erkannt und somit das Modul kurz geschlossen damit nicht Energie vom Akku ins Modul fließt.
2. Weil der Akku voll ist wird nur ein Teil der Energie benötigt. Es wird immer abwechselnd Energie an den Akku gegeben und das Modul kurz geschlossen, so dass im Mittel nur der benötigte Strom in den Akku geht und dieser nicht überladen wird. Dies ist das Prinzip der PWM.
3. Um periodisch (genau wie Sie beobachten, etwa alle 10 Sekunden) die Ruhespannung des Akkus zu messen (die Messung findet im Bruchteil einer Sekunde statt). Diese Spannung ist eine wichtige Kenngröße in der Laderegelung, damit nicht nur die Spannung im Ladezustand sondern auch ruhend ermittelt werden kann. Dies ist für eine präzise Ladekurve notwendig. Gleichzeitig wird auch die Leitungskompensation errechnet um den Spannungsabfall zwischen Laderegler und Akku zu kompensieren.

Ich vermute sehr stark, dass es in Ihrem Fall um die dritte Möglichkeit geht, sofern die Akkus nicht voll sind. Dieses Verhalten hat nichts mit dem Lastausgang zu tun denn die Spannung am Lastausgang ist die Gleiche wie direkt am Akku (genau genommen ist sie immer wenige Millivolt niedriger als am Akku). Während also das Modul kurz geschlossen wird, sinkt, je nach Verhältnis von Akkugröße/Qualität zum Ladestrom, die Akkuspannung und damit natürlich auch die Spannung am Lastausgang.
-Ende der Email

Wer also auch am Tage, während die Sonne auf die PV-Module scheint,
Licht in einem fensterlosen Raum benötigt, sollte die Last direkt von den Akkus
abnehmen damit nicht alle 10 Sekunden das Licht kurz „zuckt“, oder vor die
Lampe einen Kondensator einschleifen der dann diese kurze Stromunterbrechung überbrückt.
Wer aber die Last direkt von den Akkus nimmt hat u.a. keine aufgezeichneten Daten vom
Tarom 4545 über seinen Verbrauch. Dafür benötigt man dann einen Shunt.
Falls mir die Firma Steca diesen zur Verfügung stellt, stelle ich euch diesen gern vor.

Die Sonne scheint für uns

Thomas Zimmer

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Sep 07 2013

Kühlschrank abschalten ?!

In der Nacht läuft in diesem Haus nur noch der Kühlschrank über 230 Volt, und die Tatsache
das der Stromzähler immer bis zur roten Markierung von allein weiterläuft, nervt mich gewaltig.
Also habe ich in den letzten Tagen mal getestet wie sich unser A++ Kühlschrank verhält wenn
ich ihn einfach am Abend, wenn keiner mehr die Kühlschranktür öffnet, abschalte.
Hier nun die Daten:
Gefrierteil:
Aus 21:34 = -18,1°  –  An 7:30 = -6,1°
Aus 21:22 = -17,3°  –  An 7:24 = -5,5°
Aus 23:39 = -17,4°  –  An 6:48 = -6,5°
Aus 20:36 = -16,8°  –  An 7:18 = -4,3°
Kühlschrank
Aus 23:37 = 10°  –  An 7:13 = 13,9°
Aus 21:18 = 9,7°  –  An 7:26 = 14,7°
Aus 22:34 = 9,1°  –  An 6:29 = 14,2°
Aus 23:52 = 10,7°  –  An /:01 = 14,9°

Da wir kein Fleisch essen und keine leicht verderblichen, empfindlichen Lebensmittel
verwenden ist diese Temperaturschwankung kein Problem für uns.
Auch lagern wir nichts lange im Gefrierteil sodas wir gar keine permanenten -18° benötigen.
Das der Kühlschrank morgens beim EInschalten dann erst einmal eine Weile läuft um
die Temperaturen wieder auf sein Niveau zu bekommen ist klar, doch es fällt das
regelmäßige kurze Anschalten in der Nacht weg was den Zähler immer dazu bringt
allein bis zum roten Feld weiter zu drehen ohne das ein Verbraucher Strom zieht.
Also, die Daten sind ermutigend, und deshalb werde ich weiterhin Abends das
Haus komplett 230 Volt stromlos schalten, bis ein guter 12 Volt Kühlschrank hier eingezogen ist. :)

Die Sonne scheint für uns

Thomas Zimmer

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Jul 02 2013

Sicherungs-Info

Da der Tag an dem ich, bis auf ein paar Steckdosen, alle Leitungen mit 12 Volt bestrome,
versuche ich so viele Informationen wie möglich zu erhalten. Die vermische ich dann mit meinen
eigenen Erfahrungen und dann habe ich wohl alles getan um es problemlos über die Bühne zu bringen.
Heute hatte ich ein interessantes Telefonat mit dem Inhaber eines Car-Hifi-Onlineshops,
Da große Hifi-Endstufen ja sehr hohe Ströme benötigen, sind die Erfahrungen eines
Mannes der schon viele Jahre diese Dinge vertreibt und verbaut, für mich sehr nützlich.
Was ich sehr interessant fand, war seine Erklärung warum die Sicherungen, selbst im Car-HiFi
so schnell „schwächeln“. Nehmen wir an eine Sicherung wird mit 200 Ampere angegeben, dann ist
nicht automatisch gemeint das man sie permanent mit vielleicht 180 Ampere belasten kann.
Warum ? Nun, im Hifi-Bereich fliessen die hohen Ströme nicht konstant sondern impulsartig.
Der Bass benötigt sehr viel Energie, also wird für den kurzen Impuls ein hoher Strom benötigt.
Das leistet die Sicherung auch… aber eben nur immer in kurzen Impulsen, sie hat dann in der
Zwischenzeit immer die Möglichkeit sich abzukühlen.
Bei mir sind es aber keine Impulsströme, sondern Dauerströme !
Ergo, die Sicherung muss um einiges höher dimensioniert werden.
Wie das nun in der Parxis aussieht werde ich euch in den nächsten Tagen zeigen können.

Die Sonne scheint für uns

Thomas Zimmer

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Jun 17 2013

Video – Eine Heizmatte zerlegen